In den Siebzigern habe ich viel geweint ... in Sachen "friedliche" Atomenergie: Tränengas vor Brokdorf und Grohnde. Damals war ich gewaltig wortradikal und Endzeit-orientiert. Und heute nach einem Super-GAU und schier unzähligen Störfällen, nach Vertuschungen, nach End- und Zwischenlager-Desastern in Reihe und nach schleichender Vergiftung indigener Völker mit Uranstaub, heute erkenne ich, dass selbst die spitzen Kassandra-Schreie der Siebziger schlichtweg Untertreibungen waren: Verkleinerungen der realbrutalen Dimensionen, zu denen sich der atomare Komplex ausgewachsen hat. Ich - nein wir - müssen weitermachen!