Nuclear-Free News
Die verhängnisvollen Folgen der Uranmunition

Seit Beginn der Neunziger Jahre wird DU-Munition als "panzer-und bunkerbrechende" Waffe tonnenweise eingesetzt (z.B.im Irak 1991 und 2003, 1995 und 1999 auf dem Balkan, seit 2001 in Afghanistan, aber auch in Tschetschenien und im pakistanischen Grenzgebiet). Der Rohstoff für die Waffen mit der extrem hohen Durchschlagskraft ist ein Abfallprodukt der Atomindustrie. Es entsteht bei der Herstellung von Brennstäben in Atomanlagen.

Abgereichertes Uran erhöht die Zerstörungskraft von Geschossen und erspart der Atomindustrie die kostspielige Entsorgung eines Abfallprodukts. DU-Munition verseucht nicht nur die Schlachtfelder und die Atemluft von Soldaten und Zivilbevölkerung radioaktiv, sie bewirkt schon heute einen schleichenden Massenmord. Die Zahl der Fehlgeburten, Missbildungen bei Neugeborenen und Krebs sind in den betroffenen Gebieten in die Höhe geschnellt. Der tödliche Feinstaub in Nanogröße verseucht Böden und Wasser und wird vom Wind über den ganzen Erdball getrieben. Die Nano-Partikel haben eine Halbwertzeit von 4,5 Milliarden Jahren.

Industrie, Regierungen und Militärs unterdrücken die Wahrheit über DU-Munition, unter anderem weil sie Schadensersatzforderungen der Opfer fürchten. Die Mainstream-Medien schweigen und machen sich zu Komplizen.

Der Filmemacher Frieder Wagner ist dem Uranstaub nachgegangen; sein Film "Deadly Dust / Todesstaub" weist nach, daß DU tödlich ist. Wagner besuchte die Opfer im Kinderkrankenhaus von Basra, in Serbien und in einer englischen Provinz. Seine Kronzeugen sind Wissenschaftler wie der deutsche Arzt, Professor Dr. Siegwart-Horst Günther, der seit 40 Jahren im Irak arbeitet und 1991 als erster die Öffentlichkeit auf die verheerenden Folgen der DU-Waffen aufmerksam machte.

Der Film ist die Kinoversion des Fernsehfilms "Der Arzt und die verstrahlten Kinder von Basra", der nur einmal auf WDR3 zu sehen war. Dazu Wagner: "Uranwaffen sind zum Kriegsalltag geworden und die Medien schweigen. Jeder meiner Filme wurde bisher in allen dritten Programmen der ARD gezeigt. Bei diesem Film blieb es bei einer Ausstrahlung. Ich bekomme seitdem auch keine Aufträge mehr".
(siehe dazu: Frieder_Wagner.pdf )
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Siehe auch:
»NICHT SENDBAR«
Im Deutschlandfunk wurde 2004 ein Beitrag über Uranmunition verhindert. Auszüge aus den Mails zwischen Frieder Wagner und Redaktion.

»Das leise Sterben«
Über die Gefahren von Uranmunition debattierten deutsche Medien zuletzt vor sieben Jahren. Seitdem herrscht Schweigen – obwohl USA und Nato die umstrittenen Geschosse weiter in Kriegen verwenden. VON SABINE SCHIFFER aus "MESSAGE – Internationale Zeitschrift für Journalismus".

International Coalition to Ban Uranium Weapons (ICBUW)

Verein zur Hilfe
umweltbedingt Erkrankter e.v.


"Contaminated Forever",
DU documentary von Wes Rehber
(Film Trailer)


2008 Veranstaltungsprogramm 'Tödliches Uran'

UNO-Generalversammlung verabschiedet Resolution zu abgereichertem Uran
Diese Meldungen fehlen in den deutschen und internationalen Mainstream-Medien – Uranwaffen und ihre Folgen werden dort weiter totgeschwiegen. Wir dokumentieren hier die UNO-Resolution.



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